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Ausstellung: »Das Terrassenhaus. Ein Wiener Fetisch? SammlungsLab #1«

Der Typus des Terrassenhauses ist aktueller denn je. Das neue Ausstellungsformat »SammlungsLab« bietet die Gelegenheit, das Konzept im Hinblick auf das heutige Wohnbaugeschehen zu befragen.

Seit dem Entwurf des Terrassenhauses von Adolf Loos 1923 gilt dieser Typus in Wien als innovative städtische Wohnform. Im ersten »SammlungsLab« wird den Entwicklungsphasen und der Bedeutung des Terrassenhauses von damals bis heute nachgegangen. Das Terrassenhaus verspricht die Erfüllung der Ansprüche der Nutzer nach Naturnähe in Verbindung mit urbaner Dichte. Andererseits eröffnet es den Architektinnen und Architekten formale Möglichkeiten für »Neuinterpretationen« des geschlossenen Wohnblocks.

Die Ausstellung basiert auf der These, dass das Terrassenhaus als widersprüchliches Phänomen zwischen soziologisch begründetem Wohnkonzept und Bauform mit monumentalen Übertönen zu verstehen ist. Im Dialog mit den Sammlungsbeständen wird das Thema in vier Kapiteln anhand von historischen und zeitgenössischen Beispielen beleuchtet. Zudem werden die heftig geführten Debatten zwischen Ablehnung und Fetischierung sichtbar gemacht. Den Mittel­punkt der Ausstellung bilden fünf Wiener Terrassenhäuser als großformatige Assemblage, welche die Glyptothek des 19. Jahrhunderts re-interpretiert und ins Heute transformiert.

Kuratiert und gestaltet von Lorenzo De Chiffre in Zusammenarbeit mit Monika Platzer, Az W.


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