Kunst im Konzern

Die VIG und ihr Engagement für die Kunst

Barbara Grötschnig / Foto: Christian Wind

Die kulturellen Agenden der Vienna Insurance Group (VIG) sind vielfältig. Das Unternehmen zeigt auf, wie selbstverständlich und abwechslungsreich der Umgang mit Kunst sein kann.

Gleich zwei Kunstsammlungen sind im Wiener Ringturm, Unternehmenszentrale der VIG, beherbergt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die Möglichkeit, daraus Bilder für ihre Büros zu entlehnen. »Kunst sollte fixer Bestandteil einer anregenden Arbeitsatmosphäre sein. Bei uns bildet sie mittlerweile einen wichtigen Teil der Identifikation mit dem Haus«, so Barbara Grötschnig, die für die Kunst im Konzern zuständig ist.

Im Stiegenhaus treffen die beiden Kunstsammlungen aufeinander: Ständig wachsend, beinhaltet die Sammlung der Wiener Städtischen Versicherung auch Werke der jüngeren und jüngsten Generation österreichischer Kunstschaffender. Die mehrere tausend Objekte umfassende Sammlung hat ihren Schwerpunkt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im vertikalen Display des Stiegenhauses steht sie der noch jungen Sammlung des Wiener Städtischen Versicherungsvereins – Hauptaktionär der VIG – gegenüber. Diese liegt in einem Kernprojekt des Vereins begründet, der Ringturmverhüllung, im Zuge derer die ersten Werke angekauft wurden. Kurator Philippe Batka will mit der Hängung weniger einen zentralen Kern als vielmehr unterschiedliche inhaltliche Verdichtungen aufzeigen, die nebeneinander existieren. »Viele der künstlerischen Positionen verweigern sich eindeutigen Kategorisierungen. Ihre Mehrdeutigkeit und Beweglichkeit wird im Bezug zueinander deutlich«, so Batka, der Positionen abstrakter Malerei ebenso wie konzeptuelle Werke der jüngeren Kunstgeschichte zeigt.

»Die Kunstwerke im Inneren des Büroturms bekommen vorrangig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sehen. Aber eine Initiative ist auch nach außen hin unübersehbar und international längst ein Begriff – die Ringturmverhüllung«, erzählt Barbara Grötschnig. Das Vorzeigeprojekt wurde 2006 lanciert und präsentiert Kunst auf einer Fläche von 4.000 Quadratmetern. Bereits fünf der bisher zehn Verhüllungen stammen von Kunstschaffenden aus Ländern der CEE-Region, in der die VIG geschäftlich tätig ist. Grötschnig zeigt sich begeistert über den heurigen Beitrag des Serben Mihael Milunovic´ , der einen Berg anstelle des Ringturms gesetzt hat. Für den Künstler ein Sehnsuchtsmotiv, fungiert er als Projektionsfläche für individuelle Ziele und Prinzipien. »Die Menschen lieben das Bild«, so Barbara Grötschnig, die wie jedes Jahr gespannt Reaktionen in den Medien und sozialen Netzwerken verfolgt.


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